Alpen zu entdecken.
Ein emotionales Storytelling, das sich entlang der Besucherwege einer über das Gebiet verteilten Ausstellung entfaltet.
Das Forte di Exilles beherbergte das Herzstück der Ausstellung: Im Mittelpunkt stand das Metavisuelle Modell, ein innovatives System der Multiprojektion auf ein Modell mittels dreidimensionalem Videomapping, das einen fesselnden Gesamtblick auf das Susatal ermöglichte und das Fort sowie die damit verbundenen Ereignisse in eine weit gefasste, mit der Gegenwart verknüpfte historische Perspektive stellte.
Darüber hinaus konnte man in den Sälen des Forts dank zweier fortschrittlicher digitaler Lesepulte alte Bände über die Alpen einsehen; mithilfe einer Videografik, die Sprachen und Völker, Bezeichnendes und Bedeutungen miteinander verwob, die semantischen Verflechtungen der Ortsnamen entdecken; und die Alpen dank der Multiscreen-Wand, die den fortschreitenden Veränderungen der Landschaft durch das Klima und, unaufhaltsam, durch den Menschen gewidmet war, zugleich aus mehreren Perspektiven betrachten.
Das Museo Diocesano di Susa war Schauplatz einer Multiprojektion, die in die Dimension des Geheimnisvollen und des Sakralen eintauchen ließ. Hier wurde der stillstehende Raum im Inneren der prächtigen Kirche, die einen Teil des Museums beherbergt, elektronisch modelliert, um die Perspektive zu durchbrechen und den Blick zu den heiligen Gipfeln der ganzen Welt zu weiten, wobei ein bewegtes Panorama in hoher Auflösung präsentiert wurde.
In Bardonecchia wurde das Thema der Moderne als Schwelle zum Wandel des Gebirges behandelt: eine Erzählung rund um die Entdeckung, die Erfindung und die Eroberung neuer Dimensionen des alpinen Raums; um das Verhältnis zwischen Stadt und Berg; um die physische Umgestaltung des alpinen Gebiets und der damit verbundenen Architekturen; und schließlich um die ökologische Nachhaltigkeit und die Wiederansiedlungsprojekte der Zukunft.
Ausgehend vom Thema der Ausstellung – entfaltet entlang einer idealen vertikalen Achse, von der Ebene der Stadt bis zu den Gipfeln des Alpenbogens – und geleitet von der Bauweise des Palazzo delle Feste di Bardonecchia – über mehrere Stockwerke um einen großen zentralen Luftraum angelegt – entschied man sich, all dies mit einer großen Multiprojektion auf eine horizontale Plattform zu erzählen, gut sichtbar von den Galerien der oberen Stockwerke, wo der Besucherweg weiterführte. Vervollständigt wurden die multimedialen Installationen durch zehn Monitore, auf denen eine Zerlegung historischer Ansichtskarten in ihre Einzelelemente – wie schon bei der horizontalen Plattform – eine faszinierende Reise rückwärts durch Raum und Zeit bot.
Kunde: ARPANet für das Museo della Montagna
Ort: Forte di Exilles, Museo Diocesano di Susa, Palazzo delle Feste di Bardonecchia
